Die Geschichte von Eschweiler

Der Ort Eschweiler kann auf eine lange und ereignisreiche Geschichte verweisen. Die Gegend wurde nachweislich seit 5000 vor Christus besiedelt und spielte seit dem Mittelalter eine bedeutende Rolle als Bergbauort. Noch bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde im Tagebau Braunkohle gefördert.

Schon zur Keltenzeit lebten hier Menschen

Die ersten gesicherten Funde, die auf eine Besiedlung im Raum Eschweiler hinweisen, stammen aus der Jungsteinzeit um 5000 vor Christus. Schon früh betrieben die Menschen in dieser Gegend Ackerbau und Viehzucht.

Auch ein Keltendorf und ein keltisches Bergwerk ist archäologisch gesichert. Damals wie heute ist der Bergbau ein wichtiger Beschäftigungszweig der Menschen in der Region. Auf die Kelten verweisen nach wie vor Namen wie Erberich, Inde und Killewittchen.

Später wurde die Gegend um Eschweiler von den Römern kolonisiert. Aus dieser Zeit sind zahlreiche römische Villen und ein umfassendes Straßennetz nachweisbar. Auch hier dürften die reichen Bodenschätze eine wichtige Rolle im alltäglichen Leben gespielt haben. Überliefert sind Bergwerke für den Zink- und Eisenerzabbau.

Erste urkundliche Erwähnung im Mittelalter

Die Stadt selbst wurde das erste Mal 828 nach Christus urkundlich erwähnt. Um 900 entstanden die Niederungsburgen von Lürken und Kinzweiler. Um 930 wurde die Stadt unter dem Namen Aschwilre erneut urkundlich erwähnt.

Zwischen 1138 und 1250 gehörte Eschweiler zum Stauferreich. Die Eschweiler Burg, von der noch heute zwei Türme stehen, wurde in dieser Zeit errichtet. Um 1274 wurde das Zisterzienserinnenkloster St. Jöris im nordwestlichen Teil von Eschweiler gegründet.

Der Eschweiler Kohlberg

Der Eschweiler Kohlberg liegt im nordöstlichen Teil des Indereviers in Eschweiler und wurde das erste Mal 1394 urkundlich erwähnt. Hier konnte man Kohle ohne größeren technischen Aufwand aus geringen Tiefen fördern. Über Jahrhunderte wurde hier Kohle gefördert, wobei mit zunehmender Tiefe Wassereinbruch ein immer größeres Problem wurde, das mit hohem technischen Aufwand bekämpft wurde.

Seit 1571 kamen zu diesem Zweck Wasserräder zum Einsatz, um das einlaufende Grundwasser abpumpen zu können. Im Laufe der Zeit errichtete man immer anspruchsvollere Maschinen, um die Schächte und Stollen von Wasser frei zu halten.

Um 1750 begann in Eschweiler der großindustrielle Abbau der Bodenschätze, was die Stadt nachhaltig prägen sollte. So wurde 1793 die erste Dampfmaschine Deutschlands in Eschweiler aufgebaut. Dieses denkwürdige Ereignis ist noch heute im Stadtteilnamen „Pumpe“ erhalten. Das ehemalige Pumpenhaus steht heute unter Denkmalschutz.

Zwischen 1800 und 1891 wurden in Eschweiler bis zu 30 Prozent der Förderkapazität des Aachener Steinkohlereviers gefördert.